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MEDIA.CIRCLE

Viele Dozenten der FHM sind neben- oder hauptberuflich im Mediensektor tätig oder führen die Geschäfte eines oder mehrerer Unternehmen. „Im Rahmen der Vorlesung kommen so viele Beispiele aus der Medienpraxis zur Sprache. Da die Studierenden jede Vorlesungsreihe anonym bewerten, wissen wir, dass diese Praxisthemen und Fallbeispiele sehr gut angenommen werden. Der MEDIA.CIRCLE setzt ganz bewusst an dieser Stelle an. Fern ab von jedem Klausur- oder Benotungsdruck sollen hier die Theorieinhalte weiter mit Leben gefüllt werden.“ sagt Prof. Dr. Anne Dreier, Dekanin des Fachbereichs Medien an der FHM.

Der MEDIA.CIRCLE wurde zu Beginn des Jahres 2006 als Ringvorlesung des Fachbereichs Medien aufgebaut. Die Studierenden haben die Möglichkeit, mit Fachleuten und interessanten Persönlichkeiten aus der Medienbranche ins Gespräch zu kommen und einen Blick "hinter die Kulissen" zu werfen. Bisherige Gäste beim MEDIA.CIRCLE waren unter anderem Stefan Knieß, CEO der Multichannel-Agentur argonauten360°, Oliver Kempfer, stellvertretender Marketingleiter von ProSieben, sowie Peter Christmann und Hubertus Meyer-Burckhardt, Vorstandsmitglieder der ProSiebenSat1 Media AG.

Neben fachlichen Fragen eignet sich der MEDIA.CIRCLE natürlich auch zur Kontaktaufnahme mit potenziellen Praktikumsunternehmen. So steht die Veranstaltungsreihe in engem inhaltlichen Bezug zu dem Career Service Center der FHM.


Sterben Zeitungen aus?Sterben Zeitungen aus?
v.l. Prof. Dr. Stefan Bieletzke (FHM) Tanja Zobiak (FHM), Thomas Knüwer

Die Frage „Your medium is dying?“ stellte Thomas Knüwer an etwa 60 Studierende der FHM zu Beginn der Veranstaltung: „Die letzte Patrone – Was klassische Medien tun müssen, um zu überleben.“ Im Rahmen des MEDIA.CIRCLE. Dies war zugleich der Startschuss für eine rasante Präsentation, die ihre Teilnehmer von der ersten Sekunde an mit sich riss. In seinen Ausführungen beschrieb Knüwer den „Hass der Zeitungen auf das böse Internet“ und stellte in anschaulichen Beispielen dar, warum Print-Produkte heute „um ihr Überleben kämpfen“. So sei die Zeitung von heute zu langsam, zu unflexibel und im Vergleich zum Internet zu begrenzt. Den werdenden Journalisten im Publikum empfahl er daher, „sich zur Marke zu machen und immer im Kopf zu behalte, dass die Zukunft des Journalismus Online liegt“.


Eventkommunikation bei AudiEventkommunikation bei Audi
v.l. Tanja Zobiak (FHM), Michael Löhe, Prof. Dr. Anne Dreier (FHM)

Ob Opernball, Nacht der Galerien oder Duftstars – „die Marke erleben“ wird bei der Audi AG groß geschrieben. Das berichtete aktuell der Marketingreferent Michael Löhe bei seinem Besuch im Rahmen des MEDIA.CIRCLE. 30 Studierende der FHM lauschten gebannt zu Markenstrategien und Sponsoringmaßnahmen und erhielten dabei auch den ein oder anderen hilfreichen Tipp zum Thema Praktikum bei Audi. So seien es in der Regel die Praktikanten, die den, für spezielle Events bestehenden, Fuhrpark von 15 Audi-A8-Limousinen verwalten. Die Themen Praktikum und Jobeinstieg nach dem Bachelor standen auch in der anschließenden Fragerunde ganz weit oben auf der Tagesordnung und wurden vom Referenten, der selbst Ehemaliger der FHM ist, gerne und ausführlich beantwortet.


Justitia in den MedienJustitia in den Medien
v.l. Silke Kettig (FHM), Sylvia Münstermann, Tanja Zobiak (FHM)

„Normalerweise sehe ich mein Publikum nicht“, mit diesen Worten begann Sylvia Münstermann, freie Journalistin und Gerichtsreporterin die Vorlesung im Rahmen des MEDIA.CIRCLE, die den spannenden Titel „Justitia in den Medien“ trug. In der Regel stehe sie nicht vor der Kamera und mache hauptsächlich Radiobeiträge über die kleinen und großen Sünder, aber auch über die Opfer vor den Bielefelder Gerichten, so die Reporterin. „In der Medienberichterstattung muss man sich zunächst in die Regeln und Gesetze von Justitia einfinden und auch ein Gefühl für die Geschichten und Menschen dahinter entwickeln.“ Weiter appellierte Sie an die Sensibilität der angehenden Journalisten: „Der Gerichtsreporter entscheidet oft allein, wie viele Informationen und somit auch Emotionen in die Öffentlichkeit dringen und Meinungen bilden.“ Auf der anderen Seite habe man aber durchaus Chancen etwas zu verändern und den Gesetzgeber mit seiner Berichterstattung zu aktivieren. Besonders interessant für die Studierenden waren zahlreiche Anekdoten aus der Praxis, die Frau Münstermann zu berichten wusste.


Musikbands als MarkenMusikbands als Marken
v.l. Florian Brauch, SPARTA Entertainment, Tanja Zobiak, Fachbereich Medien

Unter dem Motto „Musikbands als Marken“ stand der erste MEDIA.CIRCLE im neuen Jahr. Der Gründer und Inhaber von SPARTA Entertainment, Florian Brauch, plauderte vor interessierten Studierenden aus dem Nähkästchen der Musikbranche. Als Chef einer Full-Service-Agentur nahm er diesen zunächst einmal die Illusion viel mit der Musik selbst zu tun zu haben: „Die Musik ist viel mehr Mittel zum Zweck“. So berichtete er von den eigentlichen Erlösströmen der Musikwirtschaft und stellte dar, dass die Inhaber der Musikrechte deutlich mehr am Erfolg eines Interpreten verdienen als dieser selbst. Besonderes Interesse fand zudem das Thema „Abhängigkeit von Medien und deren Wandel durch das Internet“. Nachdem noch vor einigen Jahren Musiksender wie MTV den Erfolg einer Platte bestimmten, sind diese heute beinahe kaum noch relevant. Interaktive Internetseiten wie „YouTube“ oder „Myspace“ geben hier heutzutage den Ton an und stellen somit auch das Musikmanagement von SPARTA vor eine neue Aufgabe – Ein spannendes Thema, das an der FHM sicher seine Fortsetzung finden wird.


media worldwide - Unternehmenskommunikation bei Bertelsmannmedia worldwide - Unternehmenskommunikation bei Bertelsmann
v.l. Prof. Dr. Anne Dreier, Dekanin Fachbereich Medien, Tobias Riepe, Pressesprecher Bertelsmann AG, Tanja Zobiak, Fachbereich Medien

Den Start des MEDIA.CIRCLE 2009/2010 in Bielefeld machte Tobias Riepe, Pressesprecher der Bertelsmann AG. Nach einigen grundlegenden Ausführungen zum Thema Zielgruppe der Bertelsmann-Kommunikation und Aufgaben eines Pressesprechers kamen die Studierenden schnell auf aktuelle Themen zu sprechen: Wie reagiert ein Unternehmen auf negative Berichterstattung in der Wirtschaftskrise? Was macht Bertelsmann im Hinblick auf Social Media? Ist eine „One-Voice-Kommunikation“ im Zeitalter von Web2.0 noch realisierbar? Nach 90 Minuten waren sich alle 30 Teilnehmer einig: es war eine gelungene Auftaktveranstaltung mit einem Referenten, dem man auch gerne noch länger zugehört hätte.



Tobias Kaufmann vom Kölner Stadt Anzeiger zu Gast auf dem Campus in KölnTobias Kaufmann vom Kölner Stadt Anzeiger zu Gast auf dem Campus in Köln
Tobias Kaufmann, stellv. Ressortleiter Online des Kölner Stadt Anzeigers, diskutierte am 9.12.2009 im Rahmen des MEDIA.CIRCLE mit den Studierenden über die Zukunft der Zeitung.

Wie sieht die Zeitung der Zukunft aus? Geht es um die Zeitung der Zukunft gibt es nur einen Weg: Eine intelligente, nutzerorientierte Verknüpfung von Print und Online; kurz in der Medienbranche als „Crossmedia“ bezeichnet. Diese klare Einschätzung formulierte Tobias Kaufmann, stellv. Online-Chef des Kölner Stadtanzeigers, anlässlich des MEDIA.CIRCLE auf dem Kölner FHM-Campus. Kaufmann, der seine Zuhörer spontan zu einem Redaktionsbesuch einlud: „Ohne Online hat die Zeitung keine Perspektive.“

 

 


RTl-Nachtjournal-Moderator Christof Lang beim MEDIA.CIRCLERTl-Nachtjournal-Moderator Christof Lang beim MEDIA.CIRCLE
RTL-Nachtjournal-Moderator Christof Lang im MEDIA.CIRCLE am 10. November 2009

Nachrichten in Rein-Kultur? Oder - im Sinne der medialen Verständlichkeit – eine Mischung aus Nachricht und Meinung? Diese Frage des journalistischen Handwerks diskutierte der RTl-Nachtjournal-Moderator Christof Lang mit 50 Studierenden auf dem FHM-Campus Köln. Lang, der übrigens ursprünglich Mediziner werden wollte, hatte dazu viele praktische Beispiele mitgebracht. Seine Kernthese: Eine reine  nachrichtliche Überflutung des TV-Publikums ist der falsche Weg, um mediale Botschaften verständlich zu machen.

 

 


MEDIA.CIRCLE - das Programm 2009

Das Programm des MEDIA.CIRCLE 2009/2010 umfasst attraktive Veranstaltungen von Insidern der Medienbranche, die den Studierenden der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Einblicke in ihren Berufsalltag gewähren. (mehr)

 

Marcel Lossie als Gastgeber beim MEDIA.CIRCLEMarcel Lossie als Gastgeber beim MEDIA.CIRCLE
v.l. Marcel Lossie (Eventmanager fast4ward GmbH), Kai Stremming (wiss. Mitarbeiter FB Medien)

Obwohl Referent Marcel Lossie die FHM-Studentinnen und Studenten in sein SkyOffice direkt oberhalb der neuen Tribüne in der Bielefelder SchücoArena geladen hatte, richtete sich dieser letzte Vortrag der MEDIA.CIRCLE-Saison nicht nur an Fußballbegeisterte. In einem einstündigen Vortrag schilderte Herr Lossie eindrucksvoll, wie anspruchsvoll und komplex die Konzeption und Realisierung von Veranstaltungen für bis zu 1000 Gäste für eine Full-Service-Agentur ist. Je nach Wunsch und Budget kann der Kunde auswählen zwischen einzelnen Cocktailbars für private Feiern bis hin zu kompletten Cocktail Lounges mit Showact und Veranstaltungszelten für große Firmenjubiläen.

Wie kreativ und einfallsreich die Tätigkeit eines Eventmanagers sein muss, konnten die Studentinnen und Studenten anhand eines Imagefilmes und vieler praktischer Beispiele aus seinem Berufsleben erleben.„Egal wie lange man in dem Geschäft ist: Der Arbeitstag eines Eventmanagers birgt immer viele Herausforderungen, die kurzfristig gelöst werden müssen. Dies verlangt Kreativität, aber auch eine gute Organisation. Außerdem muss man immer auf alle Möglichkeiten vorbereitet sein“, resümiert Marcel Lossie, dessen Arbeitstage selten planbar sind.


„The US Election process and the Media" - Dr. Ausberto Torres„The US Election process and the Media" - Dr. Ausberto Torres
v.l. Melanie Schulte (wiss. Mitarbeiterin FB Medien), Dr. Ausberto Torres, Prof. Dr. Anne Dreier (Dekanin FB Medien)

Der erste Media Circle im Jahr 2009 fand auf Wunsch der Studierenden in englischer Sprache statt. Passender hätte es thematisch auch nicht sein können, denn das Thema der Veranstaltung lautete „The US Election process and the Media“.  Mit Herrn Dr. Ausberto Torres war ein Native Speaker zur Stelle, der mit lebendigem Fachwissen, Witz und Charme die Rolle der Medien im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf erläuterte.
Der gebürtige New Yorker gab dem Auditorium zuerst einen Überblick über die Regierungsorgane Amerikas. Anschließend lieferte der Referent beeindruckende Mediazahlen rund um den gerade abgeschlossenen US-Wahlkampf. Dabei spielte insbesondere das Web 2.0 eine gravierende Rolle, welches Barrack Obama besser für sich zu nutzen wusste als sein Widersacher.
Abgerundet wurde der Vortrag durch ein Clipping verschiedenster Videos – in Summe ein medialer Hochgenuss, aus dem die Studierenden mit aufpoliertem Fachwissen und lebhaft aufgefrischten Englisch-Skills hervorgingen. 


Der MEDIA.CIRCLE im RückblickDer MEDIA.CIRCLE im Rückblick

Einen herzlichen Dank an unsere Referenten!

MEDIA.CIRCLE 2008: Nicole Mann, Marketing DANNEMANN Cigarrenfabrik GmbH
MEDIA.CIRCLE 2008: Florian Nehm, Leiter Referate EU-Affairs, Nachhaltigkeit, Ideenmanagement Axel Springer
MEDIA.CIRCLE 2008: „Politischer Talk im deutschen Fernsehen - Nebenparlament oder Polit-Zirkus?“; Marc Saha, ARD-Redakteur
MEDIA.CIRCLE 2007: „Medienprojektmanagement: TV-Live-Übertragungen der Fussball Bundesligaspiele“; Alexander Günther, SPORTCAST GmbH
MEDIA.CIRCLE April 2007: „Web 2.0 und Unternehmensführung“; Andreas Wenninger, Vorstand und COO der SYNAXON AG
MEDIA.CIRCLE Mai 2006: „Loyalitäts- und Kundenbindungsmaßnahmen die funktionieren – eine Fallstudie“; Stefan Kniess, CEO Argonauten 360°
MEDIA.CIRCLE April 2007: „Die Berliner Politik-Berichterstattung und ihre Alpha-Journalisten“ Bernd Gäbler, Publizist
MEDIA.CIRCLE Juli 2007: „Was ist von der WM-Euphorie geblieben?“; Horst Bredemeier, Vize-Präsident des Deutschen Handball Bundes (DHB)
MEDIA.CIRCLE April 2006: „TV Marketing und Filmmarketing“; Oliver Kempfer, Stellv. Marketingleiter ProSieben
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